Der Geschmack der Region auf den Punkt gebracht - so würden wir die Südtiroler Marende beschreiben: Ursprünglich war diese traditionelle Brotzeit eine willkommene Stärkung für die Bauern nach einem langen Arbeitstag. Heute ist sie aus der Südtiroler Küche nicht mehr wegzudenken und eignet sich perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch - sei es beim Wandern, beim gemütlichen Beisammensein mit Freunden und Familie oder beim traditionellen Südtiroler Törggelen.
Typischerweise besteht die Marende aus fein geräuchertem Speck, Kaminwurzen, Käse, sauren Gurken und Schüttelbrot. Wir verfeinern sie gerne mit Parmaschinken, Mortadella und gefüllten Paprikaschoten, um für etwas Abwechslung zu sorgen.
Beim Speck und bei den Kaminwurzen setzten wir natürlich auf unsere hauseigenen Produkte. Der Speck wird mindestens 6 Monate gereift, damit er angenehm schnittfest und würzig schmeckt. Dabei werden die Schlegel von Hand gesalzen und unter der Verwendung von harzarmen Holz mild geräuchert. Für die Kaminwurzen variieren wir meistens zwischen Hirschkaminwurzen und geräucherten Wurzen aus Rind- und Schweinefleisch. Unser Tipp: Nehmt die Kaminwurzen ein bis zwei Tage vor dem Verzehr aus der Vakuumverpackung, damit sich die Aromen voll entfalten können.
Natürlich darf auf der Südtiroler Marende auch ein gutes Stück Käse nicht fehlen - einer unserer Favoriten ist der Vinschger Bergbauernkäse der Sennerei Burgeis, mild würzig im Geschmack, samtig weich und geschmeidig in der Konsistenz, was durch die ca. 30-tägige Reifung im Keller erreicht wird. Die Sennerei Burgeis erhält dafür zweimal täglich frische Milch von 50 Südtiroler Bauern und verzichtet auf genmanipuliertes Futter und Silage.
Für eine besondere Note auf der Marende sorgt der Parmaschinken von unseren Produzenten Bedogni aus Langhirano. Diesen haben wir erst im Winter einen Besuch abgestattet, um mehr über das Produkt zu erfahren: die Schinken werden gesalzen und ruhen dann mindestens 12 Monate in speziell dafür eingerichteten Räumen bei natürlichen Temperaturen, wodurch der Geschmack mild und aromatisch wird.
Ebenso gut schmeckt die Mortadella von Villani, die aus italienischem Schweinefleisch hergestellt und mit Pistazien verfeinert wird, um ihren unverkennlichen Geschmack zu erhalten.
Auch saure Gurken und gefüllte Paprikaschoten finden sich in unserer Marende. Und natürlich auch das passende Brot: Das knusprige Schüttelbrot bringt eine wunderbare Knackigkeit in die Kombination mit den weichen Fleischprodukten. Eine Alternative sind die Vinschgerlen, ein dunkles Brot mit Fenchel und Kümmel.
Für eine vegetarische Marende oder einfach für mehr Abwechslung ergänzen wir die Marende gerne mit verschiedenen Käsesorten, Chutneys aus z.B. Birnen oder Feigen, Früchten wie Apfel oder Birne oder auch Palabirnenbrot.
Zu einer guten Marende gehört natürlich auch das passende Getränk: Ein heimischer Wein wie der Sauvignon mit seinem frischen, rassigen Geschmack oder der Vernatsch, ein lebhafter, gerbstoffarmer Rotwein aus dem Familienweingut, eignen sich hervorragend. Aber auch ein Bier oder ein naturtrüber Apfelsaft sind gute Begleiter.
Hauptsache, es schmeckt!